Auf dem weg durch die menge.

Immer wenn ich die besonderen Kopfschmerzen habe fällt mir das denken besonders leicht. ständig versuche ich irgendwelche Theorien aufzustellen. ständig strebe ich nach Erklärungen. Aber mir gelingt es nicht mal an die Wissenschaft zu glauben, obwohl ich schätze das Menschen ganz und gar in ihrer Biologie eingesperrt sind. Gefangen. Ein hund oder eine katze kann die welt nicht verstehen, und auch Menschen können die welt nicht verstehen, weil die Intelligenz und die Sinnesorgane einfach nicht dazu gemacht sind, etwas wie die Unendlichkeit des Alls wirklich zu begreifen.

Als ich heute mal wieder an der Bushaltestelle verweilte, bemerkte ich das bei jeden zug der die brücke über mir überquerte der ganze Boden begann zu zittern und die Brücke begann zu schwingen. Erst leicht dann immer schneller. Ich saß genau in der mitte. Genau in der mitte dieser Brückenunterführung .
über mir die züge,
neben mir die Ekelmänner und
unter mir zerrissene Zeitungsausschnitte.
Mir ist aufgefallen wenn man ganz ganz ruhig da sitzt und seine Beine überschlagen hat beginnt der fuss im takt des Herzens wippen. Aber nur ganz leicht.

Und dann war heute mal wieder ein tag der unerträglich leichten Zufälle. Schon komisch wenn du aus einem bestimmten grund an jemand denkst, vielleicht nur weil du grade ein bestimmtes wort an der Plakat wand gelesen hast. Du warst wochenlang traurig darüber, weil du wusstest das die zeit definitiv vorbei ist. aber wenn so etwas passiert dann gehört sich das so. ma geht ja friedlich auseinander aber man verliert sich. In dem Moment wo man es ausspricht ist es bereits zu spät. man ist sich sowieso schon seit Monaten nicht mehr begegnet Und dann plötzlich sitzt diese Person neben dir in der bahn, man schaut sich gegenseitig erwartungsvoll an, möchte am liebsten alles wissen, alles Neue und kann es trotz allem vergangenen guten und auch schlechtem gar nicht fassen. In diesen Augeblicken ist man nicht man selber. bin ich das überhaupt? Bin ich nicht immer wer anders? In den Augenblicken bemerk ich meine Schauspielkünste. Und dein gegenüber bemerkt es auch. Und du selber merkst auch das der jenige wochen auf der Schauspielschule verbracht hat, Und Trotzdem tut man so als wäre alles richtig so. Man kennt sich doch.
damals. „ weißt du noch“
Wieso dann dieses drehen und wenden? Vielleicht sollte ich schon mal den Lebensbeitrag für die Schauspielschule zahlen.
7 Stationen später, steht man dann auf, Schaut sich mit liebevollem aber doch skeptischen blicken ein letztes Mal an und verschwindet wieder in sein eigenes leben. In das Leben wovon du weißt, dass die zeiten mit dieser Person vorbei sind und auch nicht wiederkehren werden. In den Momenten platz ich vor wut. Wut darauf dass ich nicht in die köpfe meiner Mitmenschen kriechen kann. Wie gern wüsste ich in diesen Momenten die Gedanken der Menschen. Und trotzdem ist es einer dieser wunderbaren Zufälle. Die so voll mit glitzer stecken das du sogar noch eine letzte träne verschenkst.
Und dann kommt auch schon bald der tag an dem du es vergessen wirst. Aber im unterbewusst sein wird es immer mal von zeit zu zeit kneifen. Und du wirst dich wundern. Aber wenn du dann vergisst in dich rein zu horchen, ja dann wirst du es als eine lächerliche Handlung abtun und es wird für immer verschwinden.

Dieses eine Gefühl.

 

8.9.07 02:00
 


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